Theorie und Praxis
Allerdings mit Spaß!

Wie läuft die Ausbildung genau ab? Wie viele Theoriestunden muss ich besuchen? Wann darf ich mit den Fahrstunden beginnen und wie viele muss ich insgesamt absolvieren?

Theorieunterricht

Eine solide Basis durch den Theorieunterricht

Zunächst einmal wirst du die vorgeschriebenen Theoriestunden absolvieren müssen. Hier lernst du die Grundlagen, welche du für die spätere Praxis benötigst. Die Mindestanzahl der Theoriestunden bei der Grundausbildung für den Führerschein in der Klasse B liegt bei zwölf Stunden im Grundstoff und zwei Stunden im Zusatzstoff. Dabei handelt es sich um 90-minütige Doppelstunden. Diese sind thematisch so strukturiert, dass ein Einblick in alle relevanten Bereiche sichergestellt wird. Allerdings besteht keine Pflicht diese Themen alle abzudecken. Theoretisch könnte auch zwölf Mal die gleiche Theoriestunde zum Grundstoff besucht werden. Wichtig ist nur, dass die Mindestanzahl nicht unterschritten wird. Da wir viel Wert auf die Qualität der Ausbildung legen ist sichergestellt, dass du nicht zwölf Mal den selben Unterricht besuchst. Bei uns kannst du sicher sein, den kompletten Stoff geschult zu bekommen.

Sind alle Stunden absolviert und der Auszubildende fühlt sich sicher in der Beantwortung aller Fragen, melde ich ihn beim TÜV zur theoretischen Prüfung an. Werden die 30 Fragen mit 10 Fehlerpunkten oder weniger beantwortet, gilt die Prüfung als bestanden.

Praxisunterricht

Und dann geht's endlich los!

Die erste, praktische Fahrstunde ist für die meisten Fahrschüler etwas ganz Besonderes. Die praktische Ausbildung beginnt in der Regel mit dem Kennenlernen des Fahrzeuges sowie der Vorbereitung auf das Fahren, wie etwa dem korrekten Einstellen von Spiegel oder Sitz. Zur Grundstufe der praktischen Ausbildung gehören Erklärungen zu allen Funktions- und Kontrolleinrichtungen des Fahrzeugs. Anschließend wird zum ersten Mal angefahren, gelenkt und gebremst.

Je nachdem wie gut sich der Fahranfänger anstellt, können nur wenige Stunden ausreichen, bevor die Sonderfahrten absolviert werden. Allerdings ist es auch keine Schande, wenn mehr „normale Fahrstunden“ gebraucht werden. Es handelt sich schließlich um einen Lernprozess zum Führen eines Fahrzeugs.

Während du fährst wird es für dich selbst schwierig einzuschätzen sein, wie weit du mit deiner Ausbildung bist und was noch auf dich zukommt. Damit du allerdings eine grobe Idee bekommst kannst du dich an den folgenden Stufen orientieren:

Kennenlernen

  • Überprüfen des Fahrzeugs, Einsteigen, Einstellung, Vorbereitung
  • Kontrolleinrichtungen
  • Übungen zum Anfahren, Lenken, Bremsen, Schalten
  • Allgemeine Vertrautheit mit der Fahrzeugbedienung

Die erste richtige Fahrt

  • Bewegen in einfachem Verkehr wie ruhigen Seitenstraßen
  • Grundfahraufgaben: Rückwärtsfahren, Parken, Wenden
  • Vollbremsungen
  • Trainieren verschiedener Fahrmanöver und Handlungsabläufe

Leistungsstufe

  • Fahren unter selbstständiger Berücksichtigung aller Verkehrsregeln
  • Eigenständige Wertung und Einschätzung anderer Verkehrsteilnehmer
  • Vorbereitung schwieriger Verkehrssituationen

Bei Nacht, über Land und Autobahn

  • Überlandfahrten
  • Autobahnfahrten
  • Fahrten bei Nacht und Dämmerung

Der letzte Schliff und die Vorbereitung zur Prüfung

  • Selbstständiges und sicheres Fahren in allen Situationen
  • Vorausschauendes Fahren, richtiges Reagieren auf das Fehlverhalten anderer
  • Fahrstil: energiesparend, defensiv, aber zügig genug im Verkehrsfluss
  • Belastungsproben (simulierte Prüfungsfahrten ohne Hilfe des Fahrlehrers)
  • Training, bis die Leistungsfähigkeit auch unter Stress und mit Nervosität stabil genug ist